Storytelling für das Allgäu

Early Bird Spaziergang in Kempten

Drinnen & Draussen

Der frühe Morgen hat etwas Zauberhaftes. Die Zeit, bevor der normale tägliche Wahnsinn startet, ist auch in der Stadt großartig. Früh am Morgen ganz geruhsam einen Early Bird Spaziergang in Kempten oder einer anderen Stadt starten, das ist ein kleines bisschen Luxus.

Ich bin in Kempten – der Hauptstadt des Allgäus – unterwegs. Es ist sieben Uhr und eisig kalt. Der Ostner pfeifft, aber es verspricht ein herrlicher Jetzt-wird-bald-Frühlings-Tag zu werden. Kurz bevor die Innenstadt erwacht, nehme ich Details wahr, an denen ich jahrelang achtlos vorbeigelaufen bin. Kempten präsentiert versteckte Ecken und ruhige Schönheit.

Die Fußgängerzone in Kempten / Bildquelle: MGZN, Foto: U. Heerdegen

Giebel-Vielfalt in Kempten

Es ist schon erstaunlich, wie vielfältig die Giebel in so einer alten und geschichtsträchtigen Stadt sind. So viele bauliche Entwicklungen und Trends auf einem Fleck. Toll.

Meist schaut der normale Stadtschlenderer ja nur in die Schaufenster. Der einheimische Stadtschlenderer achtet noch darauf, ob er andere einheimische Stadtschlenderer kennt. Dabei lohnt sich der Blick nach oben. Echt schön, was da in Kempten von der aufgehenden Sonne angestrahlt wird.

Unterschiedliche Giebel, unterschiedliche Epochen, unterschiedliche Finanzkraft / Bildquelle: MGZN, Foto: U. Heerdegen

Das Kemptener Rathaus erwacht | Bildquelle: MGZN, Foto: U. Heerdegen

Eingepackt …

… ist gerade die Lorenzkirche. Hat so eindeutig auch ihren Charme!

Starkes Gerüst an heiliger Stelle: die St. Lorenz Basilika | Bildquelle: MGZN, Foto: U. Heerdegen

Die Seelenkapelle

Ein bisschen wirkt so eine Kapelle in der Stadt ja wie aus der Zeit geschleudert. Wer kennt die Seelenkapelle hinterm Kornhaus noch? Ein Ort der Ruhe und Überbleibsel aus längst vergangenen Tagen. Scho liab, wie der Allgäuer zu sagen pflegt. Aber das stimmt heute nicht. Blutverschmiert sind die Türen und aus Blut gemalte Kreuze finden sich an den Wänden. Das ist gruselig, und ein schlechter Scherz.

Übrigens wurde die Seelenkapelle aus dem barocken 16. Jahrhundert von der russisch-orthodoxen Gemeinde Kempten erworben und liebevoll restauriert.

Die kleine Seelenkapelle hinterm Kornhaus in Kempten | Bildquelle: MGZN, Foto: U. Heerdegen

Sex in the City of Kempten

Wenden wir uns den weltlichen Dingen zu: Unter den kritischen Augen einer sehr viel älteren Gassigeh-Tante, musste ich nackige Männerhintern fotografieren. Aus allen Richtungen und mit und ohne Zoom. Mir ging es nur um die Spiegelung im Schaufenster! Ehrlich. Aber das wusste die neugierige Hundi-Tante nicht.

Knackige Hinteransichten mit Spiegelung | Bildquelle: MGZN, Foto: U. Heerdegen

Early Bird Spaziergangs-Kaffee

… genießt man entweder in einer dieser vielen leckeren Bäckereien in der Stadt. Oder es ist zufällig Mittwoch oder Samstag, dann bietet sich auch der Wochenmarkt an: Outdoor auf dem Hildegardsplatz vor der Lorenzkirche, oder im Winter in der Markthalle. Dort findet man manchmal auch mitten im Winter eine Original Allgäuer Streuwiese zum essen.

Natürlich darf die Butterbrezel nicht fehlen. Die gabs bei mir diesmal draußen. Perspektivisch gesehen über den Dächern von Kempten. (Nein, nicht vom Skyline)

Essbare Blumenwiese und andere Leckereien sowie die Kemptener Butterbrezel-Perspektive | Foto: U. Heerdegen

Quintessenz

Morgends ist´s schön draußen.

Kempten hat zu jeder Tageszeit seinen Reiz.

Und ich weiß schon, warum Kempten
mit zu meinen Fünf ultimativen Highlights im Allgäu gehört.

Weiterführende Informationen

Fundiert

JournalistInnen & TexterInnen recherchieren und berichten.

Lesenswert

Weil wir Dich mit allen Sinnen in die Geschichten mit rein nehmen.

Anders

Wunderbare Geschichten, die berühren und informieren.

Einfach

Das Neueste senden wir Dir bequem in Dein eMail Postfach.