Storytelling für das Allgäu

Drehhütten Rodelrennen – Schnee, Geschwindigkeit, Spaß!

Drinnen & Draussen

5 …, 4…, 3…, 2…, 1…. los! Die Hände suchen festen Halt im Schnee und schieben den Schlitten über die Startlinie. Zwei Arme paddeln das Geschoß an, die wartenden Teilnehmer feuern akustisch an. Nein, hier beim Drehhütten Rodelrennen in Schwangau wird sich nichts geschenkt. Es geht um Sekunden, um den Sieg und noch viel mehr um jede Menge Spaß und Freundschaft.

Es ist klirrend kalt. Gefühlt sibirisch. Und noch leicht dunkel. Ich denk noch: „Wir sind viel zu früh!“, aber nichts da, die ersten Athlethen diskutieren schon über die Schneeverhältnisse, über´s wachsen der Kufen und darüber, wer diesmal diese überaus große, glänzende Kanne gewinnt.

„Sag niemals Schlittenfahren“

das war gleich der erste Satz, den ich früh morgens – noch vor Sonnenaufgang – von teilnehmenden Sportrodlern am Parkplatz zur Drehhütte gehört habe. Ok, ich hab das schon gewußt, wollte aber leicht provozieren. Sozusagen zum aufwärmen und ins Gespräch kommen. War aber gar nicht notwendig, denn die Teilnehmer beim Drehhütten-Rodelrennen sind sehr aufgeschlossen gegenüber Neuzugängen. Und so kam es, daß wir gleich am Parkplatz wußten: 

 

Das Drehhütten Rodelrennen 2019 wird eine Wucht!

Drehhütten Rennen: ein RodelTreffen mit Zeitnahme

Ein verschworener (Motoradfahrer)Haufen hat sich vor vielen Jahren mit dem Wintervergnügen „Rodeln“ beschäftigt. Immer im latenten Wettkampfmodus, entwickelte sich daraus das Sportrodeln mit Freunden. Und sozusagen als Symbiose auch Werner Friedls Rodelbau.

Das Drehhütten Rodelrennen ist kein offizielles Event eines Vereins, sondern ein lockerer Schnellrodel-Treff von Freunden und für Freunde des Rodelvergnügens. Daß dabei auch kreative Rodel-Eigenbau-Modelle am Start waren, versteht sich von selber.

Der Start des Rennens ist in aller Früh. Nicht wegen dem frühen vogel und dem Wurm, sondern weil Rodler nicht mit den Drehhütten-Tages-Ausflüglern in direkten Körperkontakt treten möchten. Vor zehn Uhr kommen diese aber so gut wie nicht auf dem Weg vor. Also freie Rodelbahn für Renner und Rennaspiranten.

Herrlich unkompliziert ist die Veranstaltung und dieses Jahr besonders locker improvisiert – weil viel mehr Rodler um den Goldpokal mitkämpfen wollten, als angenommen.

Unkonventionelle Bergfahrt

Normalerweise läuft der Athlet hoch. Aber wer mags an solch einem Tag schon normal?

Und so durften wir alle irgendwie auf den Traktoranhänger: Sportler & Sportgeräte! Soviel, wie irgendwie drauf passten. Jeder auf eigene Gefahr und zum eigenen Vergnügen.

Wer keinen Minimalplatz mehr ergattern konnte, mußte laufen. Oder sich hinten anhängen.

Start im Minutentakt

Alle 60 Sekunden ein Start. Und während die ersten noch auf einer halbwegs intakten Bahn bergab flitzten, hatten die hinteren Starter erst mit eiskalten Zehen und dann mit den viel Schnee-Wellen und vor allem den ersten Wandervögeln zu kämpfen. (Manche Vögel stehen gerne mitten auf der Bahn und hinter der Kurve. Vollen Adrenalinschub gibt es noch, wenn dann das lang angeleinte Wuffi querab springt.)

Werner Friedl war das Startkommitee und trotzte oben tapfer den eisigen Temperaturen. Das Zielkommitee trotzte auch der Kälte, konzentrierte sich auf die sekundengenaue Zeitabnahme und versuchte Spaziergänger zur Vorsicht zu bewegen. Um 10.15 Uhr war alles vorbei.

Ein kleiner Einblick von der Abfahrt im Film:

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Renn- & Sportrodel Sieger …

waren wir alle. Viel Spaß. Viel Wettkampf. Alle gesund und munter. Perfekte Südtiroler Verpflegung auf der Drehhütte. Launige Siegerehrung.

Die sechs schnellsten der Schnellen kammen innerhalb von 4 Sekunden ins Ziel. Ja, es wird um jeden Meter gekämpft! (Link zur Siegerliste weiter unten). Ja, und ich muß schon auch noch erwähnen, daß ich knapp die Damenwertung gewinnen konnte. Eigenlob stinkt zwar, aber stolz bin ich trotzdem drauf ;-).

Hier noch ein paar Bilder, geknipst von Stefan, Michl & Petra.

Quintessenz

Rodeln ist nicht Schlittenfahren!

Das Drehhütten Rodelrennen war ein Highlight!

Weiterführende Informationen

Die Drehhütte bei Schwangau.

Veranstalter war Werner Friedl und seine Rodelfreunde von der Allgäuer Rodel Manufaktur.

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